Die Versuchung Jesu in der Wüste. 40 Tage lang – ähnlich wie Mose oder Elija – verharrt Jesus in der Trostlosigkeit und Einsamkeit der Wüste. Die Wüste ist ein Bild der Leere und damit auch eine Möglichkeit tiefer Erfahrung. Markus schreibt: „Jesus wurde vom Satan in Versuchung geführt und lebte mit den wilden Tieren.“ Für mich heißt das: Jesus hat sich seiner eigenen Wirklichkeit gestellt – auch dem reinen, animalischen Überlebenswillen. Er hat das Wilde und Ungezähmte frei gelassen. Er hat nichts verdrängt oder verleugnet, sondern im Gegenteil: Er ist eins geworden mit seinen inneren Regungen. Er hat mit ihnen Frieden geschlossen! Weder bekämpft er sie, noch lässt er sich von ihnen treiben.

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